Einführung
Die jüngsten Handelsmaßnahmen von Präsident Trump haben in der Automobilindustrie weltweit Wellen geschlagen. Mit einem umfassenden Zoll von 25% auf alle im Ausland gefertigten Fahrzeuge und Teile sendet die neue Politik eine klare Botschaft: “Produzieren Sie in Amerika oder zahlen Sie den Preis”. Dieser Zoll tritt am 3. April in Kraft und betrifft jedes Fahrzeug und Teil, das außerhalb der USA hergestellt wird, unabhängig davon, ob es in Kanada, Mexiko oder Übersee gebaut wird. Für viele Automobilhersteller bedeutet dies einen erheblichen finanziellen Schlag, und für die Verbraucher könnten die Preise beim Autohändler spürbar steigen.
Betroffene Modelle
Einige der beliebtesten und von Enthusiasten geliebten Fahrzeuge in den USA könnten aufgrund ihres extrem geringen inländischen Inhalts am stärksten von den Zöllen betroffen sein. Diese Autos werden oft vollständig im Ausland gebaut, mit minimalem Beitrag aus den USA, was sie besonders anfällig unter Trumps neuer Politik macht. Zu den am stärksten betroffenen gehören der Mazda Miata, Hyundai Elantra N, BMW M3 Limousine, Subaru BRZ und Toyotas GR86 und GR Corolla – alle mit nur 1% inländischem Inhalt.
Automobilhersteller und ihre Abhängigkeit
Einige Marken sind stark auf ausländische Produktion für ihre in den USA verkauften Fahrzeuge angewiesen. Laut Daten von Wards Automotive, Barclays und Axios sind Marken wie Mazda, BMW und Volvo, deren US-Angebot zu weniger als der Hälfte in den USA gebaut wird, am stärksten betroffen.
Automobilhersteller | Herkunftsland | Anteil in den USA gebauter Fahrzeuge |
---|---|---|
Volvo | Schweden | 13% |
Mazda | Japan | 19% |
Volkswagen | Deutschland | 21% |
Hyundai-Kia | Südkorea | 33% |
Mercedes | Deutschland | 43% |
Toyota | Japan | 48% |
BMW | Deutschland | 48% |
GM | USA | 52% |
Nissan | Japan | 53% |
Subaru | Japan | 56% |
Stellantis | Multinational | 57% |
Honda | Japan | 64% |
Ford | USA | 78% |
Rivian | USA | 100% |
Tesla | USA | 100% |
Die am wenigsten betroffenen Fahrzeuge
Auf der anderen Seite haben einige Automobilhersteller bereits stark in die amerikanische Produktion investiert und sind nun bereit, davon zu profitieren. Fahrzeuge mit hohem inländischem Inhalt werden den 25%-Zoll vermeiden und könnten dadurch einen Preisvorteil gegenüber ihren importierten Konkurrenten erlangen. Zu den am besten positionierten gehören das Tesla Model 3 Performance mit 87,5% inländischem Inhalt, der Ford Mustang GT mit Automatik bei 80%, der 2024 Honda Passport AWD bei 76,5%, der Jeep Wrangler Rubicon bei 76% und der Volkswagen ID.4 AWD mit einer 82 kWh Batterie bei 75,5%.
Tesla, mit seiner gesamten Modellpalette, die in den USA gebaut wird, steht an der Spitze. Das Model 3, Model Y und sogar der neu eingeführte Cybertruck übersteigen alle 80% inländischen Inhalt. Während Tesla noch einige Teile aus China importiert und CEO Elon Musk anmerkt, dass das Unternehmen „nicht unversehrt“ ist, ist es besser positioniert als fast jeder andere Automobilhersteller.
Bedeutung für Konsumenten
Wenn Sie in den kommenden Monaten ein Fahrzeug kaufen möchten, sollten Sie mit Preiserhöhungen bei im Ausland gebauten Fahrzeugen rechnen, insbesondere wenn die aktuellen Händlerbestände zur Neige gehen. Händler haben stillschweigend importierte Modelle gehortet, aber dieser Puffer wird nur ein paar Monate anhalten. Bis zum Sommer wird erwartet, dass die volle Wirkung der Zölle die Preise beeinflusst.
Performancefahrzeuge, Luxusmodelle und budgetfreundliche Importe aus Japan und Europa werden wahrscheinlich den größten Schlag erleiden, während in Amerika gebaute Fahrzeuge im Vergleich preislich wettbewerbsfähiger werden könnten.
Globale Reaktion und politische Folgen
Japan hat die Nachricht nicht leicht genommen. Premierminister Shigeru Ishiba erklärte, dass sein Land „alle Optionen“ in Betracht ziehe, wobei er darauf hinweist, dass Japan bereits zu den größten Investoren in der US-Produktion gehört.
„Es stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, einheitliche Zölle auf alle Länder anzuwenden“, sagte Ishiba dem Parlament. In der Zwischenzeit fielen die Aktien von Toyota, Nissan und Honda unmittelbar nach der Ankündigung, wobei auch Hyundai und Kia einen finanziellen Schlag erlitten.
Fazit
Die Zollpolitik von Präsident Trump markiert einen signifikanten Wandel in der amerikanischen Automobilhandelspolitik – und für einige Automobilhersteller ist es ein Weckruf. Fahrzeuge, die im Ausland gebaut werden, insbesondere solche mit wenig bis keinem inländischen Inhalt, werden die schwersten finanziellen Strafen erleiden, was zu höheren Preisen und potenziellen Rückgängen im Verkaufsvolumen führen kann.
Für Marken, die bereits in die amerikanische Produktion investiert haben, ist dies eine Chance. Für alle anderen ist es an der Zeit, schwierige Entscheidungen darüber zu treffen, wo und wie sie Autos für den amerikanischen Markt bauen.