Einleitung
Die Trump-Administration hat kürzlich zwei Bundeszuschüsse für saubere Energien beendet und etwa 300 weitere zur Überprüfung gestellt. Diese Entscheidung hat bei Umweltschützern, Branchenführern und Gesetzgebern Besorgnis ausgelöst. Präsident Trumps Energiepolitik konzentriert sich stark auf die Erweiterung fossiler Brennstoffe.
Gestrichene Projekte
Laut internen Dokumenten des US-Energieministeriums wurden ein 5,3 Millionen Dollar teures Projekt zur Modernisierung von Wohngebäuden mit geringem Einkommen in Massachusetts und Kalifornien sowie eine 1,5 Millionen Dollar teure Studie zu Elektrofahrzeug-Carsharing-Programmen gestrichen. Beide Zuschüsse gingen an RMI, ein renommiertes gemeinnütziges Energieforschungsinstitut in Colorado.
Einfluss auf Innovation und Energiekosten
Der plötzliche Stopp dieser Projekte könnte weitreichende Auswirkungen haben. Dina Cappiello von RMI bestätigte, dass die Arbeit an Carsharing-Projekten nicht fortgesetzt wird. Auch wenn einige Modernisierungsarbeiten mit früheren Zuschüssen abgeschlossen werden könnten, wurde die Planung durch die Unsicherheit bereits gestört.
Die Abgeordnete Marcy Kaptur kritisierte die Entscheidung der Regierung und warnte davor, dass das Stoppen von Projekten für saubere Energie die Energiekosten erhöhen und die Schaffung von Arbeitsplätzen behindern könnte.
Globaler Vergleich
Während die USA einen Schritt zurück machen, schreitet der Rest der Welt, insbesondere China, voran. Laut der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien entfielen 92,5 % aller neuen Stromkapazitäten weltweit im Jahr 2024 auf erneuerbare Energien. China allein trug fast zwei Drittel zu dieser Kapazität bei.
Das größere Bild
Die Maßnahmen der Regierung stehen im Einklang mit Trumps langfristigem „drill, baby, drill“-Ansatz, der alles von der Lockerung der Emissionsvorschriften bis zur Ausweitung der Ölförderung auf öffentlichen Flächen umfasst. Kritiker argumentieren, dass dieses kurzsichtige Denken die nationale Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel untergräbt.
Organisationen wie RMI haben lange mit beiden politischen Parteien zusammengearbeitet, um saubere und zuverlässige Energie zu fördern. Das Stoppen von Projekten, die direkt Emissionen und Energiekosten senken, verlangsamt nicht nur die Innovation, sondern könnte auch die langfristigen finanziellen und ökologischen Belastungen des Landes erhöhen.
Fazit
Die Richtung der US-Energiepolitik steht einmal mehr an einem Scheideweg. Während sich die globalen Energiemärkte schnell zu erneuerbaren Energien hin bewegen, bleibt die Frage, ob Amerika in der nächsten Energiewende führen oder hinterherhinken wird.
Quelle: Associated Press